Elephant Sanctuary Brazil: Erste Elefanten-Auffangstation in Südamerika eröffnet

Nach jahrelangen Vorbereitungen konnten am 11.10.2016 die ersten Elefanten im „Elephant Sanctuary Brazil“ einziehen:  die beiden Asiatischen Elefantenkühe „Maia“, 43 Jahre alt, und „Guida“, 41 Jahre alt. Beide sind Ex-Zirkuselefanten, die nach ca. 3 Jahrzehnten Zirkusleben im Jahr 2010 von den brasilianischen Behörden beschlagnahmt wurden. Mangels eines aufnahmebereiten Zoos mussten die beiden Elefantinnen die letzten 5 Jahre in einem provisorischen errichteten Strompaddock auf dem Gelände einer Farm verbringen. Da der Stromzaun nicht ausbruchssicher war, mussten „Maia“ und „Guida“ permanent an einer Kette gehalten werden; eine qualifizierte Versorgung durch ausgebildete Elefantenpfleger gab es nicht.

Gründer der Organisation „Global Sanctuary for Elephants“, dessen erstes Projekt das Sanctuary in Brasilien im Bundesstaat Mato Grosso darstellt, sind Scott Blais, der 1995 bis 2011 „The Elephant Sanctuary“ in Hohenwald, Tennessee (USA) leitete, und seine Frau Katherine Blais, die dort sechs Jahre lang als Elefantenpflegerin tätig war.

In Südamerika verbieten zwar immer mehr Länder die Nutzung von Elefanten in Zirkussen, es standen bisher aber keine geeigneten Aufnahmeeinrichtungen zur Verfügung, um den vorhandenen Tieren ein gutes Leben zu ermöglichen. Moderne Elefantenanlagen in Zoos gibt es so gut wie nicht. Das führt zu der Situation, dass in verschiedenen Ländern Südamerikas derzeit eine Reihe von Ex-Zirkuselefanten in Zoos und auf Farmen in provisorischen Unterkünften unter  völlig ungenügenden Bedingungen leben, obwohl deren Halter gerne bereit wären, die Tiere an eine geeignete Einrichtung abzugeben. Im „Elephant Sanctuary Brazil“  stehen jetzt über 1000 Hektar Fläche bereit, um möglichst viele dieser Elefanten aufzunehmen und ihnen nach dem Vorbild der beiden Sanctuaries in den USA („The Elephant Sanctuary“ in Hohenwald, Tennessee und „PAWS“ in San Andreas, Kalifornien) in großen Paddocks mit natürlicher Vegetation einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. Bisher ist nur ein kleiner Teil des Geländes eingezäunt, aber Scott und Katherine Blais arbeiten auf Hochtouren, um die Auffangstation weiter auszubauen und schnellstmöglich weitere Elefanten aufnehmen zu können. Der nächste Elefant wird bereits Anfang 2017 erwartet; eine mögliche Kandidatin ist die ca. 50-jährige Asiatin „Ramba“. „Ramba“ war der letzte Zirkuselefant in Chile und lebt seit Ende 2011 allein in einem provisorischen, eigentlich nur als Übergangslösung gedachten Gehege in einem chilenischen Safaripark. Es bleibt zu hoffen, dass „Ramba“ und viele weitere Elefanten möglichst schnell nach Brasilien in die neue Auffangstation umziehen können!

Mehr Informationen und zahlreiche aktuelle Updates sind unter www.globalelephants.org und https://www.facebook.com/globalsanctuaryforelephants verfügbar.

In Frankreich arbeiten derzeit Tony Verhulst und Sofie Goetghebeur, die beide mehr als 20 Jahre in den Zoos von Antwerpen und Planckendael tätig waren und über langjährige Erfahrung in der Elefantenpflege verfügen, am Aufbau eines ähnlichen Projekts für Europa. Ein geeignetes Grundstück wurde bereits gefunden und die Baugenehmigung für den ersten Elefantenstall ist beantragt; es fehlen aber noch Spenden, bevor die ersten Elefanten einziehen können.  Näheres unter www.elephanthaven.com/en 

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