Joy Gärtner: Todesgefahr durch Zirkuselefanten beim Zirkusfestival in Monte Carlo

Im Januar 2014 wird Joy Gärtner mit seinen Elefantenkühen beim 38. Internationalen Zirkusfestival in Monte Carlo auftreten. Während seine Darbietung in der Manege gefeiert werden wird, wird kaum jemandem im Publikum bekannt sein, dass die Elefantenhaltung der Gärtner-Familie eine dunkle Geschichte von Todesfällen und Tierquälerei ist, die bis in die Gegenwart reicht. Denn Elefanten sind keine sanften Riesen oder lustige Clowns, sondern Wildtiere, die wegen ihrer Gefährlichkeit in einem Zirkus nichts zu suchen haben. Die Liste der Menschen, die durch vermeintlich dressierte Elefanten in Zoos und Zirkussen auf der ganzen Welt getötet oder verletzt wurden, ist unendlich lang; die jüngsten Todesfälle ereigneten sich im August 2013 in Frankreich (84-jähriger durch einen ausgebrochenen Zirkuselefanten getötet) und im Oktober 2013 im Dickerson Park Zoo in Springfield/USA (Elefantenmanager von einer Elefantenkuh angegriffen und tödlich verletzt).

Die Gärtner-Familie ist „berühmt“ dafür, auch gefährliche Elefanten zu erwerben, was schon beide Eltern von Joy Gärtner mit dem Leben bezahlten. 1982 wurde seine Mutter, Chiara Gärtner, von einem Elefanten getötet, 1996 auch sein Vater Josef Gärtner. Die Elefantenkuh „Sabi“, die Josef Gärtner zu Tode quetschte, wurde danach getötet – ein typisches Schicksal für „Killerelefanten“, mit denen im Zirkus niemand mehr etwas anfangen kann.

Auch in der heutigen Elefantengruppe von Joy Gärtner sind Elefantenkühe dabei, die für Menschen gefährlich sind. „Pira“, „Belinda“ und „Diana“ stammen aus dem deutschen Skandal-Zirkus Giovanni Althoff, wo zwei der drei Elefantinnen vor der Übernahme durch Joy Gärtner 2005 schon jahrelang nicht mehr in der Manege aufgetreten waren, weil Giovanni Althoff die Tiere nicht ausreichend im Griff hatte. Auch Elefantenkuh „Bebe“, die Joy Gärtner im September 2011 vom spanischen Zirkus Americano (Familie Faggioni) übernahm, konnte dort schon seit ca. 2006 nicht mehr vorgeführt werden – was auch der Grund war, weshalb der Zirkus zunächst jahrelang vergeblich versuchte, sie loszuwerden, bis Joy Gärtner sie nahm.

Joy Gärtner interessiert das alles wenig, obwohl er es aus seiner Familiengeschichte besser wissen müsste, und führt seine Elefanten nicht nur in der Manege vor hunderten Besuchern vor, sondern marschiert mit ihnen auf Straßenparaden durch Städte. Im Sommer 2012 führte diese Ignoranz dazu, dass es bei einem Gastspiel beim Zirkus Courtney Bros. in Irland zweimal fast zur Katastrophe kam: Über den Ausbruch von „Bebe“ am 27.03.2012 in Cork und nur vier Tage später den Streit zweier Elefanten, bei dem ein Mensch schwer verletzt wurde und fast starb, wurde in der irischen Presse ausführlich berichtet. Im Dezember 2012 kam es zum nächsten dramatischen Zwischenfall, als bei einem Gastspiel in Riga ein Sohn von Joy Gärtner von einem Elefanten verletzt wurde. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein, das mit der absurden Begründung, das Geschehen sei eine interne Angelegenheit der Familie Gärtner, da die Familie die Elefanten versorge, ohne Ergebnis endete.

Die Börden sehen diesem Treiben untätig zu, und auch in Monte Carlo wird die rabenschwarze Vergangenheit und die aktuelle Gefahr für Zirkusleute und Besucher zugleich totgeschwiegen und vertuscht. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Mensch zu Schaden kommt. Das Publikum weiß von diesen Zuständen nichts. Den ahnungslosen Besuchern werden immer noch Elefantendarbietungen als harmloser Spaß „verkauft“, der Mensch und Tier gleichermaßen Freude bringe, und oft genug werden solche Nummern wider besseres Wissen immer noch mit Preisen ausgezeichnet. Es ist überfällig, dass Politik und lokale Behörden endlich handeln und die Elefantenhaltung im Zirkus verbieten! 

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