Beekse Bergen (NL): Neue Freilaufhalle und Übernahme einer Familiengruppe

Zuzüglich zu der großen Außenanlage steht den Elefanten im Safaripark Beekse Bergen seit dem Frühjahr 2015 eine Freilaufhalle als Erweiterung des bisherigen Kuhtraktes zur Verfügung.  Sie wurde seit Herbst 2014 in nur wenigen Monaten Bauzeit an den existierenden Elefanten-Kuhstall angebaut, wobei die bisherigen fünf Boxen erhalten blieben. Die Halle bietet eine Indoor-Lauffläche von 450 m² und ist mit Sandboden, Scheuerbäumen und Enrichment ausgestattet.

Damit hat das Unternehmen Libema schon zum zweiten Mal gezeigt, dass tiergerechtes, für Besucher attraktives und preisgünstiges Bauen für Elefanten einander nicht ausschließen: Im August 2014 wurde im ebenfalls von Libema betrieben Zoo „Dierenrijk“ in Nuenen (bei Eindhoven) eine Freilaufhalle gleicher Bauart, ebenfalls mit Sandboden, als Anbau an den bestehenden Stall mit drei Boxen eingeweiht. Auch diese Halle wurde in einer Bauzeit von nur wenigen Monaten preisgünstig errichtet. Es ist sehr schade, dass in deutschen Zoos eine Mentalität vorherrscht, die derartige Zweckbauten für Elefanten undenkbar macht und stattdessen Elefantenhäuser in Massivbauweise erfordert, die Millionen Euro kosten. Bei Verzicht auf „Prestigebauten“ könnten einige deutsche Zoos nach dem Vorbild der Libema-Tiergärten die Lebensbedingungen für ihre Elefanten zeitnah massiv verbessern bzw. neue, moderne Elefantenanlagen schaffen.

Freilaufhalle und Außengehege kommen inzwischen auch der ehemaligen Wuppertaler Zuchtkuh „Punda“ und ihren drei Nachkommen, den Töchtern „Bongi“ und „Pina“ (geb. 2005 und 2013) sowie  Sohn „Shawu“ (geb. 2011), zugute. Der im November 2014 angekündigte Umzug der kompletten Familiengruppe fand Ende März 2015 wie geplant statt und verlief glücklicherweise problemlos. Durch den Transfer hat der erprobte Zuchtbulle „Calimero“ mit Mutter „Punda“ und ihren Töchtern endlich geeignete Elefantenkühe zur Zucht und die bereits geschlechtsreife „Bongi“ einen unverwandten Bullen zur Verfügung. Für das Zuchtprogramm Afrikanischer Elefanten, dessen Tätigkeit in den letzten Jahren geprägt ist von Misserfolgen und Untätigkeit, ist das eine hoffnungsvolle Nachricht. Zudem werden „Punda“ und ihre Kälber jetzt im Geschützten Kontakt gehalten, so dass ihnen das harte Training nach Zirkusmanier, das im Zoo Wuppertal leider immer noch praktiziert wird, in Zukunft erspart bleibt.

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