Fort Worth Zoo (Texas, USA): Elefantenpfleger von 2-jährigem Kalb angegriffen und verletzt

Bereits im September 2015 ereignete sich ein schwerer Zwischenfall im Elefantenrevier im Zoo Fort Worth: ein 2-jähriges Asiatisches Elefantenkalb attackierte eine 37-jährige Pflegerin, die aufgrund der Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Zoo verschwieg den Vorfall, der erst durch die Recherchen eines Fernsehsenders bekannt wurde. Nähere Angaben zu dem Hergang des Angriffs und den erlittenen Verletzungen verweigert der Zoo Fort Worth, der bis heute versucht, den Bericht über den Vorfall zu verhindern; auch Informationen darüber, wie in Zukunft die Sicherheit der Elefantenpfleger gewährleistet werden soll, gibt der Zoo nicht heraus. im Zoo Fort Worth leben derzeit nur zwei Elefantenkälber, die als Verursacher des Unfalls in Frage kommen: Kuhkalb „Bluebelle“ (geboren im Juli 2013) und Bullkalb „Bowie“ (geboren im August 2013). Dass Elefantenkälber beider Geschlechter bereits ab dem Alter von zwei Jahren für ihre Pfleger lebensgefährlich werden können, ist in Zoos und Zirkussen lange bekannt; dabei gelten gerade zoogeborene Elefanten als besonders gefährlich, da sie weniger Scheu vor dem Menschen haben als Tiere, die in der Wildnis geboren wurden. Dennoch ignorieren immer noch viele Zoos die Gefahr, die von Elefantenkühen und Kälbern ausgeht und weigern sich, das Haltungssystem auf den sicheren Geschützten Kontakt umzustellen. Auch aus dem Zoo Fort Worth ist bekannt, dass mit Ausnahme der erwachsenen Bullen alle Elefanten im Direkten Kontakt gepflegt werden, was die Ursache des Unfalls vom September 2015 darstellen dürfte. Ein ähnlicher Vorfall kann sich jederzeit auch in Deutschland ereignen: in den Zoos Hannover und Wuppertal sowie im Tierpark Hagenbeck und im Tierpark Berlin werden auch hierzulande zoogeborene Elefantenjungtiere im „gefährlichen“ Alter unter Außerachtlassung aller Gefahren im Direkten Kontakt gehalten, obwohl die Richtlinien der Zooverbände EAZA und AZA allen Zoos bereits seit Jahren eine Umstellung der Haltung auf den sicheren Geschützten Kontakt empfehlen und dies auch zur Gewährleistung des Tierschutzes dringend erforderlich wäre.

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